Willkommen auf den Seiten des Auswärtigen Amts

Außenpolitik

02.05.2018 - Artikel

Stand: April 2018

Grundlinien der Außenpolitik

Brunei ist ein aktives Mitglied der südostasiatischen Staatengemeinschaft ASEAN. Das Sultanat ist inzwischen Mitglied in rund 40 internationalen Organisationen, neben den Vereinten Nationen, z.B. in der Islamischen Konferenz-Organisation (OIC), der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der UNESCO der Asiatischen Entwicklungsbank (ADB) und der Blockfreienbewegung (NAM). Weitere Anträge auf Mitgliedschaften in internationalen Organisationen sind gestellt.

Der Organisation der Erdöl produzierenden Länder (OPEC) ist Brunei nicht beigetreten. Zu den Monarchien des Mittleren Ostens unterhält Brunei gleichwohl engste Beziehungen, wegen der heiligen Stätten vor allem zu Saudi-Arabien.

Fundament der Außenpolitik Bruneis sind Prinzipien wie „Nicht-Einmischung“ und „Konsens“ - letzteres gilt vor allem für die multilaterale Arbeit des Sultanats. Neben der ASEAN-Gemeinschaft ist daher der wichtigste außenpolitische Bezugsrahmen die Zusammenarbeit im Kreis der Blockfreienbewegung. Wirtschaftspolitisch von besonderer Bedeutung für Brunei ist APEC und in den letzten Jahren zunehmend die Mitarbeit in weiteren regionalen und transpazifischen Freihandels-Zusammenschlüssen, z.B. dem USA-geführten TPP (Trans-Pacific Partnership und dem RCEP unter Einschlussß Chinas und Indiens.

Öl- und Gasreichtum sowie hohe Rückflüsse aus Auslandsinvestitionen durch den von der „Brunei Investment Agency“ (BIA) verwalteten Staatsfonds verschaffen dem Land trotz seiner geringen Größe beachtlichen Reichtum und politische Einflussmöglichkeiten. DerzeitAllerdings sind die Einnahmen aus dem Export aufgrund geringerer Fördermengen und niedrigerer Preise allerdingsin den letzten Jahren zurückgegangenrückläufig, werden was aber durch große FinanzRreserven aus vergangenen Jahren aufgefangen wird.

Das Sultanat pflegt besonders enge Beziehungen zu Singapur, mit dem es seit Ende der 60er Jahre in einer Währungsgemeinschaft verbunden ist und mit dem eine enge Zusammenarbeit im Bereich der inneren wie äußeren Sicherheit besteht.

Das Verhältnis zum Nachbarn Malaysia (der einzige Staat, mit dem eine Landgrenze besteht) ist gut, wenngleich wegen der Abtretung des Limbang-Landkorridors im 19. Jahrhundert an Sarawak nicht ohne historische Altlasten. Ein langjähriger Disput mit Malaysia über die gegenseitige Abgrenzung der Seegebiete konnte im September 2010 durch eine Vereinbarung über die gemeinsame Erschließung der dort entdeckten bzw. vermuteten „off shore“-Öl- und Gasvorkommen gelöst werden. Die Beziehungen zu Indonesien, mit dem sich Brunei (neben Malaysia) das Territorium der Insel Borneo teilt, sind problemfrei.

Kontinuierlich ausgebaut wurden in den letzten Jahren die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zur Volksrepublik China. Brunei setzt sich innerhalb von ASEAN für eine moderate, auf Interessenausgleich mit China zielende Politik ein. Dazu gehört die Einbeziehung der Volksrepublik in das angestrebte regionale Freihandels-und Kooperationsabkommen RCEP. Bezüglich der Unstimmigkeiten einiger ASEAN-Partner mit China im Südchinesischen Meer nimmt Brunei eine pragmatische, vermittelnde Position ein.

Brunei ist ein aktives Mitglied der südostasiatischen Staatengemeinschaft ASEAN. Das Sultanat ist inzwischen Mitglied in rund 40 internationalen Organisationen, neben den Vereinten Nationen, z.B. in der Islamischen Konferenz-Organisation (OIC), der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der UNESCO der Asiatischen Entwicklungsbank (ADB) und der Blockfreienbewegung (NAM). Weitere Anträge auf Mitgliedschaften in internationalen Organisationen sind gestellt.

Der Organisation der Erdöl produzierenden Länder (OPEC) ist Brunei nicht beigetreten. Zu den Monarchien des Mittleren Ostens unterhält Brunei gleichwohl engste Beziehungen, wegen der heiligen Stätten vor allem zu Saudi-Arabien.

Fundament der Außenpolitik Bruneis sind Prinzipien wie „Nicht-Einmischung“ und „Konsens“ - letzteres gilt vor allem für die multilaterale Arbeit des Sultanats. Neben der ASEAN-Gemeinschaft ist daher der wichtigste außenpolitische Bezugsrahmen die Zusammenarbeit im Kreis der Blockfreienbewegung. Wirtschaftspolitisch von besonderer Bedeutung für Brunei ist APEC und in den letzten Jahren zunehmend die Mitarbeit in weiteren regionalen und transpazifischen Freihandels-Zusammenschlüssen, z.B. dem USA-geführten TPP (Trans-Pacific Partnership und dem RCEP unter Einschlussß Chinas und Indiens.

Öl- und Gasreichtum sowie hohe Rückflüsse aus Auslandsinvestitionen durch den von der „Brunei Investment Agency“ (BIA) verwalteten Staatsfonds verschaffen dem Land trotz seiner geringen Größe beachtlichen Reichtum und politische Einflussmöglichkeiten. DerzeitAllerdings sind die Einnahmen aus dem Export aufgrund geringerer Fördermengen und niedrigerer Preise allerdingsin den letzten Jahren zurückgegangenrückläufig, werden was aber durch große FinanzRreserven aus vergangenen Jahren aufgefangen wird.

Das Sultanat pflegt besonders enge Beziehungen zu Singapur, mit dem es seit Ende der 60er Jahre in einer Währungsgemeinschaft verbunden ist und mit dem eine enge Zusammenarbeit im Bereich der inneren wie äußeren Sicherheit besteht.

Das Verhältnis zum Nachbarn Malaysia (der einzige Staat, mit dem eine Landgrenze besteht) ist gut, wenngleich wegen der Abtretung des Limbang-Landkorridors im 19. Jahrhundert an Sarawak nicht ohne historische Altlasten. Ein langjähriger Disput mit Malaysia über die gegenseitige Abgrenzung der Seegebiete konnte im September 2010 durch eine Vereinbarung über die gemeinsame Erschließung der dort entdeckten bzw. vermuteten „off shore“-Öl- und Gasvorkommen gelöst werden. Die Beziehungen zu Indonesien, mit dem sich Brunei (neben Malaysia) das Territorium der Insel Borneo teilt, sind problemfrei.

Kontinuierlich ausgebaut wurden in den letzten Jahren die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zur Volksrepublik China. Brunei setzt sich innerhalb von ASEAN für eine moderate, auf Interessenausgleich mit China zielende Politik ein. Dazu gehört die Einbeziehung der Volksrepublik in das angestrebte regionale Freihandels-und Kooperationsabkommen RCEP. Bezüglich der Unstimmigkeiten einiger ASEAN-Partner mit China im Südchinesischen Meer nimmt Brunei eine pragmatische, vermittelnde Position ein.

Beziehungen zu weiteren Staaten

Das Land pflegt traditionell enge Beziehungen zur ehemaligen Protektoratsmacht Großbritannien., einschließlich Dazu gehören auch guter Beziehungen der zwischen den beiden MonarchienKönigshäusern. Es Brunei unterhält gute Beziehungen zu den USA, den Mitgliedstaaten der Europäischen Union, zu Australien und Neuseeland sowie zu Russland. Intensiver wurde in jüngster Zeit nicht nur das Verhältnis zur Volksrepublik China, sondern auch zu Japan und Korea. Brunei achtet gleichwohl darauf, dass insbesondere in wirtschaftlicher Hinsicht das Verhältnis zu allen ostasiatischen Partnern ausgewogen bleibt.

Japan nimmt auf der Basis langfristiger Verträge ca. 12 Prozent der Erdöl- und knapp 90 Prozent der Erdgasproduktion ab. Korea und Indien sind weitere wichtige Abnehmerländer, ebenso Indonesien. Wichtigste Abnehmer von Öl und Gas sind Japan (mit Abstand) und Korea, die längerfristige Lieferverträge mit Brunei abgeschlossen haben. Es folgen Indien und Thailand. China wirbt in jüngster Zeit intensiv um das Sultanat. Brunei ist an einem Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen mit Peking interessiert und verfolgt daher eine Politik der Mäßigung, der Einbeziehung und des Entgegenkommens. Damit hat es das Sultanat geschafft, in den letzten Jahren zu einem allseits geschätzten Ort der Begegnung in der Region zu werden.

Indien und Thailand nehmen gegenwärtig jeweils rund 20% der bruneiischen Ölproduktion von 120 000 Barrel pro Tag ab. Auf der Basis langfristiger Verträge nimmt Japan zur Zeit rund 75% der bruneiischen LNG-Produktion ab. China wirbt in jüngster Zeit intensiv um das Sultanat und ist inzwischen mit annähernd dreißig Unternehmen im Sultanat präsent. Schwerpunkte sind der Ausbau der InfrastrukturUnd Landwirtschaft und Nahrungsmittelproduktion. Brunei ist an einem Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen mit Peking interessiert und verfolgt daher eine Politik der Mäßigung, der Einbeziehung und des Entgegenkommens. Damit hat es das Sultanat geschafft, in den letzten Jahren zu einem allseits geschätzten Ort der Begegnung in der Region zu werden.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.

Weitere Informationen