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Deutschland und Brunei Darussalam: Bilaterale Beziehungen

13.10.2022 - Artikel

Brunei sieht in Deutschland einen Partner von wirtschaftspolitischer Bedeutung, bilateral und auch im Rahmen des Dialogs zwischen ASEAN (Association of South East Asian Nations) und der Europäischen Union.

Diplomatische Beziehungen bestehen seit der Unabhängigkeit Bruneis (1984). Der Besuch des Zweiten Außenministers Bruneis, Dato Erywan, in Deutschland im September 2022, von Bundeskanzler Kohl in Bandar Seri Begawan 1997 und der Staatsbesuch des Sultans in Deutschland 1998 sowie weitere Besuche des Sultans 2002 und 2011 und ein Aufenthalt des Kronprinzen 2006 zur Fußball-WM haben die Beziehungen vertieft. 2010 besuchte Gesundheitsminister Pehin Dato Adanan Bundesgesundheitsminister Rösler in Berlin. Delegationen des Deutschen Bundestages reisten im Februar 2007 und im Januar 2011 nach Brunei.  2019 führte Erziehungsminister Dato Hamza in Berlin Fachgespräche zum Thema Berufliche Bildung, unter anderem im Bundesministerium für Forschung Technologie. 2021 hatte Brunei turnusgemäß für ein Jahr den ASEAN-Vorsitz.

Schwerpunkt der bilateralen Beziehungen ist der Wirtschaftsbereich. Da Deutschland weder Öl noch Gas aus Brunei importiert (2021 rund 70% aller bruneiischen Ausfuhren) ist der Handelsaustausch sehr ungleichgewichtig zugunsten Deutschlands, das eine breite Palette industrieller Güter (Kfz, Maschinen, Medizintechnik, Investitionsgüter), aber auch Dienstleistungen (Lufthansa Technik, Detecon, Dermalog, Lürssen Defence, Allianz) liefert. Wichtigstes aktuelles Vorhaben ist der Bau eines Düngemittelwerks durch ThyssenKrupp.

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